Spitalkeller
Der Biergarten, Ort sommerlicher Behaglichkeit, Schatten spendende Oase der Ruhe und Treffpunkt am Abend. Trotzdem ist Biergarten nicht gleich Biergarten, zumindest was den Ursprung angeht. Wirtsgarten nennt man den Garten eines Gasthauses; Gartenwirtschaften (früher typische Ausflugsziele) liegen immer an den Randbezirken der Stadt und die Bierkeller immer vor oder über einem Abhang, so z.B. der Spitalkeller. Er bietet Besuchern die Möglichkeit zum Verzehr mitgebrachter Speisen und eine erschwingliche Gelegenheit zum Einkehren. Freuen Sie sich auf einen der ältesten und schönsten Biergärten in Regensburg. Hier fühlen sich alle wohl: Gäste mit Studentenausweis, mit Tracht, mit Krawatte oder Promi-Status. Gäste mit Kindern und natürlich auch unsere zahlreichen Stammgäste. Auch Kinder haben ihren Spaß. Für unsere kleinen Gäste gibt es einen großen Spielplatz. Mit Sandkasten, Schaukel, Kletterturm, Rutsche und Trampolin. Unmittelbar um die Spielfläche sind Tische platziert. Und das bedeutet: Nicht nur die Kinder haben ihren Spaß - auch Mamis und Papis können ihren Biergartenausflug entspannt genießen. Die Geschichte unseres Biergartens Als es noch keine Kühlanlagen gab, lagerte die Spitalbrauerei das Bier in tiefen Kellergewölben. Deren Kühleffekt wurde durch Beschattung und Eiseinlagerung verstärkt. In der Winterzeit brach man das dazu erforderliche Eis aus nahen Gewässern. Kastanienbäume wurden zur Beschattung der Keller gepflanzt, da sie zusätzlich vor Erwärmung schützten. Am Fuß des Dreifaltigkeitsberges reihte sich früher ein Bierkeller an den anderen. Einst waren hier die besten Weinberglagen von Regensburg. Und hoch über dem Spitalkeller lag im 13 Jahrhundert die bayerische Zwingburg Landskron; ein Name der die Ziele des Bayernherzogs Ludwig des Strengen verrät. Regensburg sollte seine Hauptstadt werden. Die Bierkeller des Katharinenspitals lagen im Mittelalter an der Steinernen Brücke, später auch inmitten der Reichsstadt. Nachdem Regensburg 1810 bayerisch geworden war, nutzte das Spital die Keller im benachbarten Steinweg. Der Spitalkeller war ursprünglich im Besitz des Stifts Niedermünster und kam nach der Säkularisation in Privatbesitz von Großhändler Schülein-Heydecker. Der verkaufte den sog. Strasserkeller 1868 an das Katharinenspital und dieser war nun der Spitalkeller. Die zunächst geplante Verlagerung der Spitalbrauerei nach Steinweg unterblieb aus Kostengründen, jedoch wurde der Keller auf etwa 50m verlängert. Schmalspurbahn (1883) und Aufzug (1895) erleichterten fortan die Einlagerungen der schweren Eichenfässer. Die Spitalbrauerei gab die Biereinlagerung in den 50er Jahren auf. Da kein weiterer Ausbau erfolgte, blieben die mächtigen Kellergewölbe aus dem 18./19. Jahrhundert im Original erhalten. Eine kurzzeitige Nutzungsänderung erlebten sie in den 60er Jahren zur Lagerung von Bohrkernen der nahen Autobahnbaustelle. - Wirtshaus, Gasthaus, Biergarten
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